Nachlese 14. Februar 2009

Auswertung der Geh Denken – Veranstaltungen am 14. Februar 2009


Vorbereitungskreis Geh Denken dankt allen Teilnehmenden der Proteste gegen den größten Neonaziaufmarsch Europas und kritisiert Versammlungs- und Ordnungsbehördengeh denken

Die Demonstrationen und Veranstaltungen von Geh Denken gegen den JLO Aufmarsch am 14. Februar 2009 in Dresden haben viele erreicht und ein eindrucksvolles Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Rund 10.000 Menschen nahmen an den Eröffnungs-, Zwischenkundgebungen und an der Abschlussveranstaltung von Geh Denken in der Dresdner Innenstadt teil. Damit nahmen mehr Menschen als in den Jahren zuvor an den Aktivitäten gegen den europaweit größten Naziaufmarsch teil.

Wir bedanken uns hiermit bei allen Menschen, jungen und alten, aus Ost und West, mit deutschem Pass oder ohne für ihr breite Engagement für Geh Denken. Wir danken allen bei der Vorbereitung und Durchführung beteiligten Organisationen und Einzelpersonen, insbesondere den über 1000 Unterzeichnenden unseres Aufrufes und den zahlreichen Spenderinnen und Spendern. Ein herzlicher Dank geht auch an unsere „Twitter“ Gemeinde sowie an die vielen internationalen Unterstützer, welche ihre Solidarität mit uns zum Ausdruck gebracht haben.

Als klaren Erfolg für Geh Denken bewerten wir die Unterstützung des Aufrufes von mehr als 200 Erstunterzeichnenden aus Zivilgesellschaft, Kultur und Politik, von denen sich alle im Vorfeld und am Tag selber mit eindeutigen Statements gegen Rassismus und Rechtsextremismus positioniert haben. Das breite Engagement im Bündnis Geh Denken führte dazu, den Rechtsextremen ihren scheinbar schon traditionellen Aufstellungsort neben dem Zwinger und die Route an der Synagoge vorbei zu entreißen.

synagogeGeh Denken gelang es jedoch nicht, das anvisierte Ziel: „Ein klares Stopp dem Rechtsextremismus“ vollständig umzusetzen: So konnten auch dieses Jahr zum wiederholten male an zwei Tagen tausende von Neonazis unter internationaler Beteiligung durch Dresden marschieren. Am Abend des 13. Februar 2009 marschierten ca. 1100 Neonazis - hauptsächlich aus dem Umfeld der „Freien Kameradschaften“ - mit Fackeln und schwarzen Fahnen durch Dresden. Eine Rede wurde durch die rechtsextreme „Alianza National“ aus Spanien gehalten. Am darauffolgenden Tag, dem 14. Februar 2009 marschierten ca. Rechtsextreme durch die Dresdener Innenstadt. Auf der Demonstration zu sehen waren Volksverhetzende und den Nationalsozialismus verherrlichende Transparente. So wurden beispielsweise auf den Fahnen der JLO die alten Grenzen Deutschlands von 1937 gefordert und auf Transparenten die Bombardierung Dresdens mit dem Holocaust gleichgesetzt. Im Umfeld der Demonstration sowie bei der An- und Abreise kam es zu schweren Angriffen auf Demonstranten sowie unbeteiligte BürgerInnen. Inzwischen sind der Opferberatung für Betroffene rechtsextremer Gewalt des RAA Sachsen e.V. mindestens fünf Übergriffe am 14. Februar 2009 durch Nazis bekannt.

1) Folie 29 Angriff auf Gegendemonstranten auf einem Rastplatz in der Nähe von Chemnitz

2) Angriff auf Journalisten am Hauptbahnhof, wodurch Fototechnik beschädigt wurde

3) rassistischer Übergriff auf eine asiatische Frau im Dresdner Hauptbahnhof

4) Angriff auf eine Reisegruppe von Gewerkschaftern auf der Raststätte „Teufelstall“ mit einem Schwerverletzten

5) Angriff auf eine Gruppe Jugendlicher im Regionalexpress Richtung Leipzig

Wir vom Vorbereitungskreis verurteilen die Übergriffe auf das Schärfste. Sie sind jedoch leider keine neue Erscheinung. Auch in den vergangenen Jahren wurden Menschen bei der An- oder Abreise zum bürgerschaftlichen Protest gegen Rechtsextremismus angegriffen. Umso kritischer ist zu beurteilen, dass die Polizei in ihrem Einsatzkonzept einen angemessenen Schutz der An- und Abreise auch im Jahr 2009 vermissen ließ. Dabei zeigen die Übergriffe zugleich: Das moderate Image, das Rechtsextreme versuchen mit geordneten Aufmärschen auszustrahlen, entspricht nicht ihrem wahren Gesicht. In Sachsen gab es im Jahr 2008: 401 Übergriffe von Rechtsextremen. Das ist ein Anstieg um 30% zum Vorjahr. Es ist daher unverständlich, weshalb der Aufzug der Rechtsextremisten in weiten Abschnitten ohne Polizeiabschirmung mitten durch die Dresdner Innenstadt führen konnte.

Jeglicher friedlicher Protest durch Trillerpfeifer oder Sprechchöre am Aufmarsch direkt wurde durch die Polizei unterdrückt. Grundpfeiler der Demokratie sind die Menschen, welche sich aktiv für friedliches Zusammenleben einsetzen. Nicht die, die mit unverhohlener Propaganda dem Nationalsozialismus huldigen.

Der Vorbereitungskreis Geh Denken kritisiert, dass ein Bus mit Rechtsextremisten, die an dem schwerwiegenden Übergriff auf Gewerkschafter_innen am Rastplatz „Teufelstahl“ beteiligt waren, nach der Personalienfeststellung durch die Polizei einfach so weiterfahren konnte. Dadurch konnten mit großer Wahrscheinlichkeit die schwedischen Tatbeteiligten ungehindert aus Deutschland ausreisen.

Wir sind froh zu wissen, dass es den Betroffenen der Übergriffe den Umständen entsprechend gut geht und dass die Polizei nach Mediendarstellungen einen Täter ermitteln konnte. Der Kollege von der Mitgliedsgewerkschaft IG BAU, der von Rechtsextremen auf der Autobahnraststätte „Teufelstall“ so brutal misshandelt wurde, ist nach der Operation wohl auf.

Ralf Hron (DGB-Regionsvorsitzender Dresden und Mitglied im Vorbereitungskreis Geh Denken) erklärte nach dem Besuch im Krankenhaus: „Die Tat muss auch dem letzten Zweifelnden zeigen, mit welchen Methoden und mit welcher Gesinnung die NPD und ihre Helfershelfer unterwegs sind. Wir alle dürfen diese Gewalt nicht dulden. Es gibt keine Toleranz gegenüber den Intoleranten.“.

Der Vorbereitungskreis Geh Denken kritisiert einhellig das Vorgehen der Ordnungsbehörden der Stadt Dresden, welche nach unseren Informationen die Auflagenbescheide der JLO nicht durchsetzten. Uns liegen Informationen von BeobachterInnen zu vermummten TeilnehmerInnen, volksverhetzenden Transparenten sowie TeilnehmerInnen mit Springerstiefeln auf den rechtsextremen Demonstrationen vor.

Darüber hinaus kritisiert der Vorbereitungskreis Geh Denken das Verhalten der Ordnungsbehörden gegenüber TeilnehmerInnen der Geh Denken-Demonstrationen: So wurde weit vor 13.00 Uhr, dem Beginn der Sternmärsche der „GehDenken“-Demonstrationen, der Straßenbahnverkehr eingestellt und ganze Straßenzüge inkl. Nebenstraßen gesperrt, so dass viele Bürgerinnen und Bürger nur noch schwer zu den Demonstrationen gelangen konnten. Die Deeskalationsstrategie der Polizei war ein völliger Misserfolg, an der Dresdner Synagoge wurde beispielsweise mit einer unverhältnismäßigen Härte gegen Demonstranten vorgegangen. Unmittelbar nach der zweiten Aufforderung durch die Polizei wurde bereits massive Gewalt gegen die Demonstranten eingesetzt um sie in die Dresdner Neustadt zu abzudrängen. Infolge dessen wurde niemand mehr über die Brücken in die Altstadt gelassen und somit ein freier Zugang zur Abschlusskundgebung von Geh Denken am Theaterplatz verwehrt.

An dieser Stelle noch ein Aufruf an alle BürgerInnen und TeilnehmerInnen von Geh Denken: Bitte melden sie uns an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , wenn sie am 13. bzw. 14. Februar 2009 Zeuge/In oder Betroffene von Propagandadelikten oder gewalttätigen Übergriffen durch Rechtsextreme geworden sind oder wenn Sie an diesen Tagen Polizeiwillkür erlebt oder beobachtet haben.

 

Vorbereitungskreis Geh Denken: Amadeu Antonio Stiftung, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Bündnis 90/ Die Grünen Dresden, SPD Dresden, DGB Dresden-Oberes Elbtal, Die Linke Dresden, Jüdische Gemeinde Dresden, Kampagne Laut gegen Nazis, Kulturbüro Sachsen e.V., Superintendent Dresden Mitte, RAA Sachsen e.V. Organisatoren von Geh Denken ziehen positive Bilanz 12.500 Bürger engagieren sich bei Geh Denken in Dresden am 14.02.09

 

Radiobeiträge zum 14. Februar 2009

Radio F.r.e.i. Erfurt: Interview mit Betroffenen - Überfall auf GewerkschafterInnen durch militante Neonazis (anhören)

Radio F.r.e.i. Erfurt: Im Zerrspiegel der Presse, oder: heißt die Antwort wirklich Dresden? (anhören)
Radio Corax: Zusammenfassung Dresden und Antifanews (anhören)
Radio Corax: Dresden: Nachbetrachtung aus "Geh-Denken" - Sicht. (anhören)

Radio Corax: Dresden: Rückblick auf den größten Neonazi-Aufmarsch seit 1945 - Interview mit "Venceremos" (anhören)
Colo Radio: 13. + 14. Februar: 6500 Nazis, 2 Gegendemos, keine Blockade (anhören)

 

Bilder vom Tag II

Vereinzelter Protest entlang der Route

Blockadeversuch an der Naziroute

GEH Denken Demonstration an der Synagoge

Kein Zugang zum Theaterplatz (wo das Abschlusskonzert von Laut gegen Nazis stattfand)

Die Polizei wünscht keine Fotos von ihrer Arbeit!

 

Bilder vom 14. Februar 2009

Banda Communale

Stephanie und Wolfgang Stumph

Curse

Escola Poular

Curse

Ralf Hron (DGB)

Smudo

Rolf Stahlhofen

 

Mitschnitte von den Reden am Theaterplatz

Grit Hanneforth - Kulturbüro Sachsen (anhören)

Annetta Kahane - Amadeu Antonio Stiftung (anhören)

Franz Müntefering - SPD (anhören)

Wolfgang und Stephanie Stumpf - Künstler (anhören)

Gregor Gysi - Die Linke (anhören)

Michael Sommer - DGB (anhören)

Claudia Roth - Die Grünen (anhören)

 

Pressespiegel 14. Februar 2009

SZ: Neonazi-Überfall auf DGB-Reisebus
Tatort Teufelstal

Von Kathrin Haimerl, Nach dem Überfall auf Gewerkschafter an einer Raststätte ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 41 Insassen eines Busses, den ein NPD-Funktionär organisiert hat. Auch unter den Tatverdächtigen sind möglicherweise Mitglieder der Partei. (weiter lesen)

Tagesspiegel: Nicht unter Kontrolle

Frank Jansen, Sie haben sofort zugeschlagen, eines der Opfer liegt nun mit Schädelbruch im Krankenhaus: Nach dem Neonazi-Überfall an einer Raststätte in Thüringen mehren sich die Vorwürfe gegen die Behörden. Die Polizei hätte nicht taktisch klug gehandelt. (weiter lesen)

Die Welt: Angriff auf Demonstranten, Deutsche und schwedische Neonazis kooperieren

Seit Jahren arbeiten Neonazis aus Schweden und Deutschland eng zusammen, unter anderem im Internet. Aus den Reihen dieser Gruppe sollen die Rechtsextremisten stammen, die am Wochenende mehrere Gewerkschafter an einer Raststätte überfielen. Jetzt soll sich die Bundesanwaltschaft in die Ermittlungen einschalten. (weiter lesen)

LVZ: Auch Grüne wollen Polizeieinsatz bei rechten Aufmärschen überprüfen

Dresden. Mit Kleinen Anfragen wollen auch die Grünen im sächsischen Landtag den Polizeieinsatz bei den Aufmärschen von Rechtsextremisten am 13. und 14. Februar in Dresden überprüfen. So solle herausgefunden werden, ob es Verstöße gegen das Vermummungsverbot gab und ob die Begleitung der Aufmärsche durch die Polizei hinreichend war, teilte der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Karl-Heinz Gerstenberg, am Freitag in Dresden mit. "Die Übergriffe gegen An- und Abreisende werfen die Frage auf, ob das Gewaltpotenzial der Neonazis durch die Behörden realistisch eingeschätzt wurde". (weiter lesen)

TAZ: Neonazi-Aufmarsch in Dresden, Asiaten als "Affen" beschimpft

Nach den Überfällen auf Raststätten wird noch eine Attacke von Neonazis bekannt: Rechte bedrängten in Dresden eine Asiatin und ihre Tochter. Die Polizei ließ die Täter laufen.(weiter lesen)

ZEIT: Gewalt nach Demonstration: DGB kritisiert Polizei nach Nazi-Überfall

Er hatte gegen den Aufmarsch von Rechtsradikalen in Dresden demonstriert, auf dem Rückweg wurde der Gewerkschafter verprügelt. Der Gewerkschaftsbund kritisiert die Polizei nun scharf. Einige der Verdächtigen waren dem Verfassungsschutz bekannt. Die rechtsradikale Partei NPD hatte den Bus der mutmaßlichen Täter organisiert. (weiter lesen)

TAZ: Neonazi-Überfall, Haftbefehl gegen Rechtsextremen

Nach dem Nazi-Überfall auf Dresden-Demonstranten an einer Autobahnraststätte sucht die Polizei einen Verdächtigen aus Schweden. VON MICHAEL BARTSCH (weiter lesen)

TAZ: Bilderstrecke (ansehen)

Spiegel: Neonazis überfielen offenbar auch Regionalzug

Es wäre schon die dritte bekannt gewordene Neonazi-Attacke: Auch ein Zug soll nach den Gedenktagen an die Luftangriffe auf Dresden von Rechtsextremen angegriffen worden sein. Verletzt wurde demnach eine Frau - sie hatte sich gegen ein Foto gewehrt. (weiter lesen)

Naumburger Tageblatt: Dresden steht wichtige Diskussion zu seiner Geschichte und Gegenwart bevor, von VON ANDREAS MONTAG

HALLE/DRESDEN/MZ Der schwer verletzte Gewerkschafter, den Neonazis am Wochenende zusammengeschlagen hatten, ist außer Lebensgefahr. Und in der barocken Dresdner Altstadt bestimmen wieder knipsende Touristen das Straßenbild. Alles in Ordnung also, das Leben geht weiter. Bis zum nächsten Mal, steht zu befürchten - falls das Bürgertum der Stadt und seine politischen Vertreter nicht über ihren Schatten springen und sich auf eine Grundsatzdiskussion einlassen, die kompliziert und garantiert nicht schmerzfrei ist. (weiter lesen)

ND: Antifaschisten auf dem Kieker, Polizei behandelte Neonazis und Gegendemonstranten mit zweierlei Maß Von Dirk Stegemann*

Die Polizei rühmt sich nach den Demonstrationen am Wochenende in Dresden, Provokationen und Handgreiflichkeiten zwischen Neonazis und Gegendemonstranten verhindert zu haben. Teilnehmer auf Seiten der Antifaschisten haben erfahren, was damit gemeint ist. (weiter lesen)

Focus: Neonazi-Aufmarsch in Dresden, Polizei ermittelt in mehr als 50 Fällen

Der Neonazi-Aufmarsch in Dresden und der anschließende brutale Überfall auf Gegendemonstranten haben Empörung ausgelöst. Die Polizei ermittelt gegen mehr als 50 Tatverdächtige. (weiter lesen)

Lauzitzer Rundschau: Diskussion um Umgang mit Rechtsextremen

Dresden Der Neonazi-Aufmarsch am Samstag in Dresden hat die Debatte zum Umgang mit Rechtsextremen erneut entfacht. Der Zentralrat der Juden sprach von einem dramatischen Signal. (weiter lesen)

Die Presse: Neonazis: „Diese Bande hat in Dresden nichts zu suchen“

Das Gedenken an die Bombenangriffe auf Dresden mutiert immer mehr zu einem Kampf gegen die rechte Szene. Erneut wird die Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen NPD laut. (weiter lesen)

Stern: Neonazi-Überfall: Verbindungen zur NPD erhärten sich

Auf der Raststätte Teufelstal haben Neonazis einen Gewerkschaftsbus überfallen. Der Verdacht erhärtet sich, dass es Verbindungen zur NPD gibt. Nach dem Überfall von Neonazis auf einen Reisebus mit Gewerkschaftern erhärtet sich der Verdacht, dass es zwischen den Angreifern und der NPD Verbindungen geben könnte. So ermittelt der saarländische Verfassungsschutz auch gegen Kommunalwahlkandidaten der NPD, die sich in dem Bus befunden haben sollen. (weiter lesen)

SZ: Überfall an Raststätte: Polizei ließ Neonazis ziehen, Von Claudia Parton

Etwa 20 Rechtsextremisten sollen bei Jena auf die Teilnehmer der Dresdner Demonstration losgegangen sein. Ein Opfer liegt nun auf der Intensivstation. (weiter lesen)

Tagesschau 16.01.2009: Diskussion im Umgang mit rechter Gewalt in Deutschland (Video ansehen)

TAZ: Überfälle in Ostdeutschland Polizei verpasst Neonazi-Busse

Neonazi-Gegner wurden auf dem Weg nach und von Dresden an Raststätten Opfer brutaler Attacken. Die Polizei kannte die Routen - und war erst vor Ort, als es zu spät war. VON M. BARTSCH UND G. LÖWISCH (weiter lesen)

DNN: Polizei nach Einsatz bei Neonazi-Aufmarsch in der Kritik

Dresden. Die Polizei ist für ihren Einsatz beim Neonazi- Aufmarsch am Samstag in Dresden kritisiert worden. Die Linken im Landtag von Sachsen kündigten am Montag eine Anhörung im Parlament an. Es müsse vor allem untersucht werden, warum Teilnehmer der Gegendemonstration unter dem Motto „No pasarán“ von Polizisten nicht zur Abschlusskundgebung auf den Theaterplatz gelassen wurden. (weiter lesen)

SZ: Nazi-Aufmarsch löst Debatte zum Umgang mit Rechtsextremen aus

Der Aufmarsch von rund 6.000 Neonazis am Samstag in Dresden hat die Debatte zum Umgang mit Rechtsextremen erneut entfacht. (weiter lesen)

Spiegel: Polizei fahndet nach schwedischen Neonazis

Tatort Raststätte Teufelstal: Nach dem Neonazi-Überfall auf Gewerkschafter hatte die Polizei den Bus der Schläger durchsucht, aber weiterfahren lassen. Jetzt wird nach drei Schweden gefahndet. Eines der Opfer hat einen Schädelbruch erlitten. (weiter lesen)

Focus: Polizei ermittelt nach Überfall auf Gewerkschafter

Die Polizei fahndet nach dem Überfall auf einen Gewerkschafter auch nach schwedischen Rechtsextremisten. Auf der Rückfahrt nach einem Aufmarsch in Dresden hatten Neonazis mehrere Busse mit Teilnehmern der Gegendemonstration überfallen und mehrere Personen zum Teil schwer verletzt. (weiter lesen)

Spiegel: Nachspiel für Neo-Nazi-Aufmarsch (ansehen)

SZ: Zwischen Ausnahmezustand und Anständigen-Aufstand, Von Oliver Reinhard

Rechtsextreme marschierten, Demokraten demonstrierten dagegen – eine vorläufige Bilanz des 13. und 14. Februar 2009 in Dresden. (weiter lesen)

DNN: Rechte überfallen zwei Busse mit Demonstranten aus Hessen und NRW

Stadtroda/Jena. Rechtsextremisten haben am Samstagabend auf dem Rastplatz Teufelstal an der Autobahn 4 zwei Busse mit Gegnern des Neonazi-Aufmarschs in Dresden überfallen. Zu den Reisegruppen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen gehörten 80 Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der Linkspartei und Friedensaktivisten. Die Polizei bestätigte am Sonntag entsprechende Angaben von Linkspartei und DGB. Teilnehmer einer 41-köpfigen Gruppe einschlägig bekannter Neonazis aus Deutschland und Schweden haben laut Polizei auf die Opfer eingeschlagen und fünf Menschen verletzt, einen von ihnen schwer. Für die Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs wurde eine Sonderkommission eingerichte (weiter lesen)

Frank-Walter Steinmeier "Rechte wollen andere mundtot machen"

In Dresden haben 5000 Rechtsradikale demonstriert und versucht, das Gedenken an den Bombenangriff für sich zu nutzen. Im Interview sagt Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier, warum der Einsatz gegen Rechtsradikalismus so wichtig ist und warum er ein Verbot der NPD befürwortet. (weiter lesen)

Bildergalerie vom Tag (ansehen)

Tagesschau 14. Februar 2009 (ansehen)

Tagesthemen: Tausende Menschen demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch in Dresden/ Portrait von Hans Joachim Aris (ansehen)


Recherche Ost: Dresden: Großaufmarsch der Geschichtsrevisionisten


Am späten Nachmittag ging in Dresden der alljährliche Großaufmarsch von Neonazis anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg zu Ende.
 Mit etwa 6.500 Teilnehmer_Innen liegt die Zahl etwas unter den prognostierten Erwartungen zurück. Die Rede war im Vorfeld von bis zu 8.000 Neonazis gewesen, deren Kommen erwartet wurde. (weiter lesen | Bilder)

Der Spiegel: Wie Neonazis Dresden zu ihrer Pilgerstätte machen


Ein lebendes Schandmal: 6000 Neonazis kamen am Wochenende nach Dresden und missbrauchten das Gedenken an die Bombardierung vor 64 Jahren. Ihr "Trauermarsch" ging in diesem Jahr mitten durch die Innenstadt. Das konnten selbst die gut 12.000 Gegendemonstranten nicht verhindern. (weiter lesen)

Spiegel: Rechte überfallen DGB-Reisegruppe auf Autobahn-Raststätte


Sie waren von Hessen nach Dresden gereist, um gegen den dortigen Neonazi-Aufmarsch zu demonstrieren. Auf der Rückfahrt wurde eine Reisegruppe des Deutschen Gewerkschaftsbunds von Rechtsextremen überfallen. (weiter lesen)

Tagesschau: Trauern als Strategie


Rund 6000 Rechtsextremisten haben sich für einen "Trauermarsch" in Dresden angekündigt. Sie wollen nach eigenen Angaben der Toten der Bombardierung Dresdens 1945 gedenken. Doch dies ist vor allem Mittel zum Zweck: Die Aufmärsche spielen für die rechtsextremen Strategen eine zentrale Rolle. (weiter lesen)

Stern: Rechtsextreme finden Gefallen an Dresden


Es war der größte Neonazi-Aufmarsch Europas. Knapp 6000 Rechtsextreme demonstrierten am Wochenende in Dresden. Auch die Nazigegner machten mobil: Knapp 10.000 Menschen gingen auf die Straße. Dennoch konnten die Rechten ungehindert marschieren - ein gespenstisches Szenario. (weiter lesen)

PM Bürger Courage: Erfolg mit bitterem Beigeschmack


Dank Ordnungsamt, Polizei und CDU-Stadtspitze wird Dresden auch 2010 wieder Pilgerstätte für Nazis aus ganz Europa sein. Zwar konnte dank zahlreicher friedlicher Protestaktionen verhindert werden, dass die Neonazis an symbolträchtigen Orten der Innenstadt marschierten, aber den Demokraten wurde es teilweise sehr schwer gemacht, ihren Protest den Nazis gegenüber deutlich zu machen. (weiter lesen)


Tagesspiegel: Dresdener sagen Nein zu Rechts

Ein Bündnis gegen Rechts rief die Dresdener auf, ein Zeichen gegen die rechtsextreme Szene zu setzen. Tausende Dresdener nahmen an der Aktion teil, unter ihnen viel Politprominenz. (weiter lesen)

TAZ: Neonazis überfallen Gewerkschafter

Auf einem Autobahnparkplatz bei Jena werden Insassen eines DGB-Busses von Neonazis überfallen. Es gab fünf Verletzte. Angreifer wie Opfer hatten zuvor in Dresden gegeneinander demonstriert. (weiter lesen)

Frankfurter Rundschau: Rechtsextreme greifen Bus aus Hessen an

Jena. Nach den Großdemonstrationen in Dresden sind mehrere hessische Teilnehmer auf der Heimfahrt von Rechtsextremen angegriffen worden. (weiter lesen)

MDR: Dresden protestiert gegen Neonazi-Aufmarsch

Tausende Menschen haben am Sonnabend in Dresden gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestiert. Einem vom Bündnis "Geh Denken" initiierten Sternmarsch zum Theaterplatz schlossen sich nach Angaben der Organisatoren rund 12.500 Menschen an. Die Polizei sprach von einigen Tausenden weniger. Das Bündnis "Geh Denken", dem Parteien und Gewerkschaften angehören, richtet sich gegen die Vereinnahmung des Gedenkens an die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 durch Neonazis. (weiter lesen)

Die Zeit: Marsch zurück in braune Zeiten

Beim größten Neonaziaufmarsch Europas in Dresden demonstriert die Szene Geschlossenheit. Doch sie ist gespalten, wie auch die NPD. Die Partei befindet sich im Wahlkampf (weiter lesen)

Die Zeit: Geschichtsfälscher mit Trauerflor

Dresden gedenkt des 64. Jahrestags des Bombenangriffs. Die NPD will die Erinnerung mit einem Großaufmarsch missbrauchen (weiter lesen)

Netzzeitung: Die Dresdener Schande für Deutschland

Um die 6000 Neonazis kamen am Wochenende nach Dresden, die Stadt erlebte den größten Polizeieinsatz in der jüngeren Vergangenheit. 86 Personen landeten in Polizeigewahrsam, die Polizei ist mit dem Großeinsatz zufrieden. (weiter lesen)

Euronews: “Geh Denken” in Dresden

Kurzzeitige Ausschreitungen mit mehreren Verletzten und Festnahmen haben eine weitgehend friedliche  Kundgebung in Dresden überschattet. Zu dem Protestmarsch hatte ein Bündnis von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und weiteren Initiativen aufgerufen. Unter dem Motto “Geh Denken” wollten sie ein Zeichen gegen Rechts setzen. Mehr als 10.000 Menschen nahmen daran teil. Der Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch Briten und Amerikaner wird seit Jahren von Neonazis instrumentalisiert. So fand auch dieses Jahr ein von der Stadt genehmigter Aufmarsch von Rechtsextremen statt. Polizeiangaben zufolge nahmen daran rund 6.000 Neonazis teil – so viele wie nie zuvor im Bundesland Sachsen. Die Polizei versuchte, mit einem Großaufgebot die Demonstranten-Gruppen auseinanderzuhalten. (weiter lesen)

Deutsche Welle: "Geh Denken" - ein Zeichen gegen Rechts

Mehrere tausend Menschen haben in Dresden mit Sternmärschen und Kundgebungen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Die Proteste richteten sich gegen eine Neonazi-Demo zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens. (weiter lesen)

Die Welt: Neonazis überfallen Gewerkschafts-Reisegruppe


Neonazis haben am Samstagabend auf einem Autobahnparkplatz bei Jena Teilnehmer der Dresdner Großdemonstration gegen Rechts angegriffen. Fünf von ihnen wurden verletzt. Die Rechten beschimpften nach Polizeiangaben zunächst die DGB-Reisegruppe und griffen sie dann an. (weiter lesen)


Die Welt: "Kampf gegen Rechts" lockt Nazis nach Dresden


Während die Dresdner versuchen, mit der Zerstörung der Stadt auf würdige Weise umzugehen, haben die Neonazis den Gedenktag zu einem ihrer zentralen Propagandathemen gemacht. Je mehr vom Gedenken auf den "Kampf gegen Rechts" umgeschwenkt wird, desto attraktiver wird der Ort für Neonazis. (weiter lesen)

Dresden Fernsehen: Geh Denken: Dresdner erinnern an Bombenangriffe vor 64 Jahren


Rund 10.000 Menschen haben sich am Wochenende der friedlichen Demonstration Geh Denken angeschlossen. Sie gedachten damit der Bombenopfer in Dresden und setzten ein Zeichen der Versöhnung. Deutliche Worte fanden Politiker, Gewerkschafter und Kirchenvertreter gegen den Nazi-Aufmarsch, der zeitgleich in Dresden stattfand. Zwischen Links-Autonomen und Polizei kam es zu Zusammenstößen. (weiter lesen/Video)


Kanal8: Dresden setzt Zeichen gegen Rechts - Erste Bilder vom "Geh Denken"

Video

Focus: Tausende protestieren gegen Neonaziaufmarsch


Am Jahrestag der Zerstörung der Stadt Dresden im Zweiten Weltkrieg haben Tausende gegen den Neonaziaufmarsch in der Innenstadt demonstriert. Am Morgen hat die Bürgermeisterin auf dem Altmarkt eine Gedenkinschrift enthüllt, die den mehr als 25 000 Opfern der Bombardierung der Stadt gewidmet ist. (weiter lesen)

Endstation Rechts: Dresden: Gedenken an Opfer und Protest gegen rechtsextreme Instrumentalisierung


Mit Sternmärschen haben heute in Dresden Tausende Demonstranten gegen die Instrumentalisierung der Opfer der alliierten Bombenangriffe durch Rechtsextreme protestiert. Die Veranstaltungen wurden von einem Großaufgebot der Polizei begleitet, um Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksextremen zu verhindern. (weiter lesen)

FAZ: Tausende demonstrieren gegen Neonaziaufmarsch


14. Februar 2009 Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 haben am Samstag in der Innenstadt Tausende Menschen gegen die Instrumentalisierung des Gedenktages durch Rechtsextremisten demonstriert. Den Auftakt der Protestaktionen des Bündnisses „Geh Denken“ bildete ein öffentlicher Schabbatgottesdienst in der Dresdner Synagoge, an dem rund 500 Menschen teilnahmen. (weiter lesen)

Vorwärts: Dresdener demonstrieren gegen Nazis


Mehr als 12 000 Menschen sind in Dresden gegen einen der größten Nazi-Aufmärsche in der Geschichte der Bundesrepublik auf die Straße gegangen. Rechtsextreme Gruppen aus ganz Europa hat zu einem sogenannten Trauermarsch aufgerufen. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Kirchen hat unter dem Motto "Geh denken" eine große Gegendemonstration organisiert.(weiter lesen)

MDR: Angriff auf Gegendemonstranten


Auf der Rückfahrt von einer Demonstration gegen Neonazis in Dresden sind Reisegruppen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen von Rechtsextremisten angegriffen worden. Nach Polizeiangaben wurden fünf Menschen leicht am Oberkörper und im Gesicht verletzt. Zwei Opfer mussten ambulant im Jenaer Universitätsklinikum behandelt werden. (weiter lesen)


Der Spiegel: The Logic Behind the Destruction of Dresden


For years, the anniversary of the World War II bombing of Dresden has been a rallying point for neo-Nazis eager to accuse the Allies of war crimes. But, British historian Frederick Taylor explains, there was a clear military rationale behind the attack. (weiter lesen)

Süddeutsche: Tausende demonstrieren gegen Neonazis


"Dresden macht vor, wie man gegen Neonazis kämpft": Am Jahresstag der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg demonstrieren die Dresdner gegen den Neonazi-Aufmarsch. (weiter lesen)


Frankfurter Rundschau: "Rechte haben hier nichts zu suchen"


Dresden. Mehrere Tausend Menschen haben am 64. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg gegen Rechtsextremismus demonstriert. Rund 7.500 Teilnehmer kamen nach Veranstalterangaben zu mehreren Auftaktkundgebungen des überparteilichen Bündnisses "Geh Denken" zusammen, das sich gegen die Vereinnahmung des Tages durch Rechtsextremisten stell (weiter lesen)


TAZ: Dresden erwehrt sich Nazi-Aufmarschs


Bis zu 6.000 Rechtsextremisten könnten am morgigen Samstag in Dresden aufmarschieren. Die Gegenseite kontert und erwartet auf ihrer Veranstaltung mehr als doppelt so viele Menschen. VON FELIX LEE (weiter lesen)

SZ-Online: Spezial (weiter lesen)


AD Hoc News: Kundgebung auf Dresdner Theaterplatz gegen Rechtsextremismus


Dresden (ddp-lsc) Mit einer großen Kundgebung und einem Konzert auf dem Dresdner Theaterplatz vor der Semperoper hat das Bündnis «Geh Denken» ein Zeichen gegen den parallel stattfindenden Neonazi-Aufmarsch gesetzt. (weiter lesen)