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Mittwoch, 25. Februar 2009 um 11:36 |
Spiegel: RASTSTÄTTEN-ÜBERFALL, Polizei fasst mutmaßlichen Haupttäter
Fahndungserfolg: Die Polizei hat den mutmaßlichen Haupttäter des Raststätten-Überfalls auf Gewerkschafter festgenommen. Vor zehn Tagen soll er einem Mann, der zuvor in Dresden gegen einen Rechtsextremen-Aufmarsch protestiert hatte, einen Schädelbruch zugefügt haben.
Erfurt - Wie das Innenministerium in Erfurt am Dienstag mitteilte, handelt es sich um einen 32 Jahre alten Mann aus dem Saarland. Er sei der Polizei bereits durch einschlägige Straftaten bekannt. Laut Ministerium wurden auch die Wohnungen zweier anderer Tatverdächtiger durchsucht.
NPD-Aufmarsch in Dresden (14.2.09): Gewalt gegen Gewerkschafter Auf der Rückfahrt von einer Demonstration gegen den Aufmarsch von Rechtsradikalen in Dresden hatten am 14. Februar Neonazis an der Raststätte Teufelstal an der Autobahn 4 bei Jena Gewerkschafter beschimpft. Zudem bewarfen sie zumindest einen von zwei geparkten Bussen der Gewerkschafter mit Gegenständen.
Den meisten Mitgliedern der etwa 80-köpfigen Gruppe der Gegendemonstranten gelang es, sich in die Fahrzeuge zu retten. Ein 42-Jähriger aus dem Schwalm-Eder-Kreis war jedoch aus einer halb geöffneten Tür gezerrt, getreten und geschlagen worden. Er erlitt bei dem Übergriff einen Schädelbruch. Zum 64. Jahrestag der Bombardierung Dresdens waren am 14. Februar in der sächsischen Landeshauptstadt rund 6000 Neonazis aufmarschiert. Zeitgleich demonstrierten mehr als 10.000 Menschen gegen Rechtsextremismus und Geschichtsverfälschung. Auf der Rückreise am Abend traf der Bus mit Neonazis auf dem Autobahn-Rastplatz in Thüringen dann die Gruppe von Gewerkschaftern, Friedensaktivisten und Mitgliedern der Partei Die Linke aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Die Staatsanwaltschaft nahm nach dem Überfall Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs und schwerer Körperverletzung auf. Verdächtigt waren 41 Neonazis, deren Bus die Polizei kurz nach dem Übergriff gestoppt hatte. Die Polizei nahm die Personalien auf, verzichtete jedoch auf Festnahmen. Gesucht wird auch nach einem Mann aus Schweden, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll.
fsc/dpa/ddp
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