| Montag, 23. Februar 2009 um 11:38 |
ML Mona Lisa, Nachsicht mit den Rechten? Opfer rechter Gewalt haben das Nachsehen (mit Video)
In Dresden hatten am Samstag, den 14. Februar 2009, mehr als 10 000 Menschen mit Sternmärschen und Kundgebungen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Das von Parteien, Gewerkschaften und Kirchenvertretern getragene Bündnis "Geh denken" zog in Sternmärschen durch die Innenstadt. Anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens hatte die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) zu einem so genannten Trauermarsch durch Dresden aufgerufen, an dem sich Rechtsextreme aus mehreren Bundesländern beteiligten. So viele Rechtsextreme wie diesmal habe man noch nicht einmal 2005 anlässlich des 60. Gedenktages der Bombardierung erlebt, so die Polizei vor Ort zum ZDF
Zugeschlagen und getreten Am Samstagabend dann kam es auf dem Autobahnrastplatz Teufelstal bei Jena zu Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Teilnehmern der Dresdner Gegendemonstration. "Die Neonazis haben unsere zwei Busse aus Nordhessen mit den Worten 'Attack Antifa' mit Flaschen und einem mehrere Kilogramm schweren Eisklotz angegriffen", sagte Holger Kindler vom DGB Nordhessen. Ein Kollege habe sich bei dem Angriff der 15 bis 20 Rechtsextremen nicht mehr in den Bus retten können. Dieser sei dann so lange gegen Kopf und Oberkörper getreten worden, bis er sich nicht mehr rührte. Im Uniklinikum Jena sei später ein Schädelbruch festgestellt worden, der inzwischen operiert wurde. Bei dem Angriff sei eine weitere Person aus einem anderen Bus aus dem Ruhrgebiet ebenfalls schwer verletzt worden, drei weitere wurden nur leicht verletzt. Als die Polizei eintraf, verließ der Reisebus mit den Angreifern gerade den Parkplatz. Die Beamten stoppten die Gruppe wenig später und nahmen die Personalien von 41 Personen auf. Die Verdächtigen stammen demnach aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Schweden. Die Polizei ließ den Bus weiterfahren, weil zu diesem Zeitpunkt die Schwere der Verletzungen der Opfer noch nicht bekannt waren.
Kritik an Polizei
Nach Angaben des Thüringer Innenministers Scherer sind einige von den Rechtsextremen gecharterte Reisebusse, deren Route bekannt war, bei der Heimfahrt von der Polizei durch Thüringen begleitet worden. Darunter sei auch der Bus gewesen, dessen Insassen in die Schlägerei bei Chemnitz verwickelt waren. Scherer kündigte an, nach Abschluss der Untersuchungen den Landtag über die Ergebnisse zu unterrichten. Zunahme rechter Straftaten
|